Jeans

Seit deutlich über 100 Jahren erfreuen sich Jeans großer Beliebtheit und großem Nutzen. Die Jeans, wie wir sie heute kennen, blicken somit auch eine lange Entwicklung zurück, die ursprünglich als stabile Arbeitskleidung für Goldgräber begann. Diese lange Entwicklung ist wohl auch der Grund dafür, warum es Jeans heute in vielerlei Varianten gibt. Zu erwähnen sind hier insbesondere die Schlagjeans, die Röhrenjeans und die Reitjeans, die gerade auch Männer unterscheiden können sollten.
Unter Schlagjeans versteht man jene Jeans, die in den 70er Jahren als Unterart der Schlaghosen, beliebt waren. Diese sind am Unterleib selbst eng geschnitten und werden dann ab Kniehöhe erheblich geweitet, so dass das Hosenbein mitunter den kompletten Schuh bedecken kann. Die Discozeit der 70er Jahre gilt als maßgeblicher Zeitpunkt für die Entstehung eines derartigen Schnitts und somit derartiger Jeans.
Ebenfalls in den 70ern, aber eher zum Ende der 70er Jahre hin, kamen die sogenannten Röhrenjeans auf. Diese sind am Leib selbst ebenfalls eng geschnitten, verlieren diese Enge jedoch auch an den Beinen nicht. Wichtig ist bei derartigen Jeans, dass sie der Körperform gut angepasst sind, da ansonsten neben dem Tragekomfort auch die Bewegungsfreiheit leidet.
Unter einer Reitjeans versteht man hingegen eine Jeans, die ursprünglich für den Reitsport entworfen wurden und als Ersatz für Reithosen dienen konnten. Bei diesen Jeans handelt es sich um herkömmliche Jeans mit besonderen Nähten. Die Nähte sind auf der Innenseite der Beine entweder gar nicht vorhanden oder nur minimal ausgeprägt. Ziel sollte ursprünglich sein, dass die Naht nicht an der Haut des Pferdes reibt. Dies führte jedoch zu einer sich von den anderen Arten der Jeans stark unterscheidenden Gattung, so dass sie ebenfalls in die Mode einging.
Bei der Wahl der richtigen Jeans kommt es entscheidend auf Figur und Körperbau des Mannes an. Während bei Frauen zeitweilig ein hoher Hosenbund modern war, so ist Männern hingegen in der Regel stets zu einem niedrigen Bund zu raten. Durch die Wahl einer nicht engen Schnittform, lassen sich zudem Problemzonen kaschieren bzw. mögliche Fettpölsterchen verstecken. Jeans gelten jedoch seit ihrer Entstehungszeit als ein Symbol für Männlichkeit, was sowohl in der Literatur als auch besonders in der Musik festgehalten wurde. Um diese Männlichkeit jedoch zu betonen, braucht man ein Gespür für die unterschiedlichen Arten der Jeans und deren Eignung. Eine hautenge Röhrenjeans wirkt meist nicht so männlich, wie eine etwas weiter geschnittene Variante. Besonders modern ist momentan der sogenannte Used-Look gerade bei Jeans. Dieser Look vermittelt den Eindruck, als würde die Jeans tatsächlich noch, wie bei ihrer ursprünglichen Entstehung gedacht, zum Arbeitseinsatz genutzt. Um den Used-Look zu erzielen wird die fabrikneue Jeans mit einem Sandstrahl beschossen und somit gebleicht. Hierdurch entstehen gezielte Abnutzungen, die Namensgeber dieser Modeerscheinung sind. In ihrer Ausprägung können die Abnutzungen mal mehr und mal weniger deutlich sein – hier hängt es dann, ähnlich bei der Wahl des richtigen Schnittes, vom Geschmack des Verbrauchers ab, für welche Variante er sich entscheidet. Der Used-Look geht zudem teilweise so weit, dass einzelne Stücke aus der Hose herausgeschnitten und die Kanten verfranzt werden. So entsteht ein noch interessanterer Abnutzungseffekt.

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